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Der Newsletter | Juli 2019 Nr. 2

Fünf Trends des ATD 2019

 atd2019

Zukunftsluft schnuppern. Wie geht es mit Training und Organisationsentwicklung voran? Wer die Trends zu Personalentwicklung, Organisationsmodelle oder Lernansätze studieren will, fliegt in die USA. Etwa zur Weltkonferenz „International Conference & Exposition“ der Association for Talent Development (ATD). Was dort vorgestellt wird, kommt bald auch in Deutschland an. Für Neuland Development & Training hat unsere Kollegin Miriam Gah in die Zukunft geblickt. Und sie ist begeistert heimgekehrt – mit fünf aufregenden Trends im Gepäck. Very exciting! Was dürfen wir erwarten, Miriam?


1. Trend: Mindfulness im Arbeitsalltag – „Mindfulness wird in den USA immer populärer“. Derzeit werden Ansätze und Techniken von Mindfulness zunehmend besser in den Arbeitsalltag integriert. Beispielsweise Multitasking: Wie können Mitarbeiter durch Mindfulness besser verdichtete Arbeitszeit und viele parallele Aufgaben bewältigen? „Es ist ein Mythos, dass Multitasking im Arbeitsalltag funktioniert. Wir müssen lernen, trotz vieler Störungen, effizient eine Aufgabe nach der anderen zu bearbeiten. Das heißt: Achtsam mit Störungen umgehen. Wie man in den USA sagt: Choose your distraction mindfully!“

2. Trend: Storytelling professionalisieren –  Storytelling als didaktisches Mittel wird erstaunlich konsequent professionalisiert. Wie können Trainer und Weiterbildner Geschichten optimal entwickeln? Wie bringt man sie wirksam ins Training ein? Ein Beispiel: Angenommen, ein Trainer soll Werte vermitteln. Wie kommt er zu einer Story? „Story shaping“ nennt sich dies. „Man hat mir empfohlen, in meiner eigenen Biographie Anknüpfungspunkte zu diesem Wert zu suchen“, berichtet Miriam, „wann bin ich selbst das erste Mal mit diesem Wert in Berührung gekommen und was hat das emotional in mir ausgelöst?“ Mit diesem persönlichen Background werden Geschichten authentischer und didaktisch wirksamer. Miriams Urteil: „Guter Trend mit großer Wirkung!“

 

atd2019 Miriam

Persönliche Erfahrungen nutzen, um eine authentische Story zu transportieren: Welche Berührungspunkte hatte ich beispielsweise mit dem Thema Kontrolle, und welche Learnings nehme ich mit?

3. Trend: Positive Priming für Trainer – Positive Priming? What’s new? Es geht darum: Trainer verhelfen Teilnehmern (und sich selbst) zu einer positiven Haltung zu Lerninhalten, etwa durch Reflexionsphasen oder Feedbackrunden. Die Frage: Auf welche Weise schaffen Trainer eine positive Atmosphäre, in der sich Teilnehmer wohlfühlen mit dem Lernstoff und der Trainingsmethode? „Positive Priming trägt zur Nachhaltigkeit von Maßnahmen bei“, erklärt Miriam, „deshalb – ein Trend, den wir im Blick behalten müssen!“ 

4. Trend: Dem Sinn eine Chance geben – „Does your work matter for you?“ Eine wichtige Frage! Personaler, Trainer und Coachs sollten auf das Thema „Sinn am Arbeitsplatz“ vorbereitet sein. Auf dem Kongress war viel darüber zu hören, wie man sinnerfüllende Aufgaben findet. Vom Ausbrechen aus Rastern und Routinen war die Rede. Davon, probeweise in anderen Umfeldern und Rollen zu arbeiten. Unternehmen sollten Mitarbeiter unterstützen, diszipliniert Pause zu machen („a break is not a delay!“) – etwa für Reflexion oder dafür, den Blick auf Neues zu richten. „Wir haben auf der Konferenz viel über das neue Bedürfnis nach Individualität und Selbstverwirklichung diskutiert“, erzählt Miriam.

5. Trend: Der neue Dialog zwischen Generationen – „Das ist nach wie vor ein hochspannendes Thema“, findet Miriam. In unserer Arbeitswelt kooperieren inzwischen drei Generationen von Mitarbeitern aus den 1950er, 1970er und 1990er Jahren. Diese drei Kohorten sind unter ganz unterschiedlichen Bedingungen großgeworden. Keine dieser Altersgruppen sei „besser“ oder „moderner“, aber Mitarbeiter aus den 1950er Jahren sind oft in großen Familien aufgewachsen, die sich etwas aufgebaut haben. Das Bedürfnis nach Aufstieg durch harte Arbeit ist ihnen quasi in die Wiege gelegt worden. Anders die um 1970 Geborenen: Häufig haben beide Eltern gearbeitet. Sie sind eher selbstständig aufgewachsen, haben zum einen Unabhängigkeit gelernt, zum anderen Ellenbogenmentalität. Viele um 1990 Geborene haben dagegen bereits während der Kindheit Menschen um sich gehabt, die sie geführt oder beraten haben. Sie sind es gewohnt, auszuprobieren, zu fragen und sich mit eigens entwickelten Startups zu verwirklichen.“ Miriam, selbst in den 1990 aufgewachsen, sagt: „Für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen den Generationen braucht es die Erkenntnis, weshalb wir jeweils anders ticken. Dann können wir uns auch verstehen.“

 

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MiriamGah Web2

Miriam Gah trainiert unsere Kunden international zu den Themen Train-the-Trainer,
Innovation und Visualisierung.

 

 

 Herzlichst 

Ihr Team von Neuland Development & Training


 

 

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