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Der Newsletter | September 2019

Wie Sie es schaffen, Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen


Gesundheit padoc web2

 

Moderne Führung heißt auch, gesund zu führen – und als Führungskraft Vorbild für Mitarbeiter zu sein. So weit klar. Es hapert aber an der Umsetzung. Unser Kollege Stefan Weil ist mit dem inneren Schweinehund auf Du und Du. Er zeigt im Seminar, wie Führungskräfte erfolgreich ungesunde Gewohnheiten durch gesunde ersetzen. Ermutigend ist: Das Gehirn kann alte Gewohnheiten durch neue, bessere überschreiben. Stefan Weil erklärt, wie das geht.


Stefan Weil
 Stefan Weil arbeitet als selbständiger Coach in den Themenfeldern Bewegung, Ernährung
und mentale Stärke, individuell und im Unternehmen, an einem
ganzheitlichen Gesundheitsbild.

 

Unsere erste Frage an den Experten:
Stefan, Du trainierst Führungskräfte, Verantwortung für ihre eigene Gesundheit zu übernehmen. Die Theorie des gesunden Lebens ist ja vielen klar. Doch wie werden aus guten Vorsätzen gute Taten – und am Ende gesunde Gewohnheiten?

Stefan Weil: Wissen allein reicht nicht, um den inneren Schweinehund an die Leine zu legen. Viele wissen gut Bescheid über Ernährung, Bewegung oder Umgang mit Stress. Aber neben der Einsicht braucht es mehr: ein individuell passendes Programm sowie die nachhaltige Verankerung neuer, gesunder Gewohnheiten im Gehirn.

Fangen wir mit der ersten Voraussetzung an – dem individuellen Programm …

Das Problem ist: Wir sind uns vieler unserer ungesunden Verhaltensmuster kaum bewusst. Die Muster laufen automatisch ab. Stehst Du unter Stress, spürst Du den Drang, Süßes zu essen. Das Stresshormon Cortisol macht uns gierig nach Zucker. Wir merken kaum, dass wir mehr Süßigkeiten essen. In unseren Seminaren setzen wir deshalb sehr auf Selbstreflexion. Wir decken individuelle Muster etwa in Gruppenarbeit oder Zweierteams auf.

Wer also seinen Zuckerkonsum reduzieren will, sollte auch beim Stress ansetzen?

Ja. Der Vorsatz allein, etwa weniger Schokoriegel zu essen, läuft häufig ins Leere. Wir leiten Führungskräfte an, Zusammenhänge und automatisierte Muster zu erkennen.

Erkenntnis führt nicht immer zur Besserung. Du hast eben von der Macht des inneren Schweinehunds gesprochen …

Ungesunde Verhaltensmuster sind in unserem Gehirn programmiert – mit sehr stabilen neuronalen Verbindungen. Es braucht natürlich Kraft und Zeit, diese Verbindungen durch neue zu ersetzen. Wir müssen Verhaltensweisen immer wieder üben – und so unser Gehirn umprogrammieren. Die gute Nachricht ist: Wissenschaftler sprechen von neuronaler Plastizität unseres Gehirns. Wir können automatisierte schlechte Gewohnheiten durch neue, gesunde ersetzen, die am Ende ebenfalls automatisiert sind.

Also alles eine Sache der Willenskraft?

Wir setzen in unseren Seminaren auf zwei Erfolgsfaktoren: Zum einen der individuelle Anker für neue Gewohnheiten. Der Anker erinnert uns immer wieder an die neue Verhaltensweise. Beispielsweise hat sich einer unserer Teilnehmer Laufschuh-Schlüsselanhänger an den Auto-Rückspiegel gehängt – als „Reminder“, dass er auf dem Heimweg von der Arbeit noch eine Runde läuft. Neben einem Anker brauchen wir aber auch Spaß an der Sache; das Glückshormon Dopamin unterstützt das Gehirn, die neue Gewohnheit zu verankern.

Spaß an der Sache – zum Beispiel?

Für welchen Sport hast Du Dich als Kind oder Jugendlicher begeistert? Was hat Dir Spaß gemacht?

Radfahren!

Siehst Du, da leuchten Deine Augen! Daran kannst Du anknüpfen, wenn Du Dich mehr bewegen willst. Ähnlich wecken wir im Training Spaß an der Veränderung. Eines unserer Ziele ist, jedem Teilnehmer den Impuls für eine neue gesunde Gewohnheit mitzugeben.

Herzlichst
Ihr Team von Neuland Development & Training


 

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