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Der Newsletter | März 2019

Wie Sie richtig entschleunigen, um nachhaltig leistungsfähig zu sein


Das geheimis erfolgreicher Veränderungen

 

Entschleunigung und Achtsamkeit sind ein gutes Antidot gegen Stress und Belastung. Dies ist wissenschaftlich bewiesen. Vor allem: Wer bewusst entschleunigt, behält einen klaren Kopf und schärft seine Wahrnehmung. Achtsamkeitsübungen wie beispielsweise Meditation helfen, gerade dann persönliche Weite zu erleben, wenn es beruflich eng wird. Dr. Sven Lohrey beschreibt im Interview, wie wohltuend und leistungsfördernd Achtsamkeit und Entschleunigung wirken.


Sven Lohrey
Wir haben mit Dr. Sven Lohrey über dieses

Thema gesprochen.

 

Unsere erste Frage an den Experten:
Geschwindigkeit, Flexibilität, voller Einsatz – das wird von uns am Arbeitsplatz erwartet. Weshalb sind in unserer agilen Welt Entschleunigung und Achtsamkeit so wichtig?

Dr. Sven Lohrey:  Wir brauchen Kraft und Ausdauer, wenn wir über längere Zeit eine hohe Geschwindigkeit halten wollen. Doch dann brauchen wir irgendwann eine Pause. Wir dürfen uns nicht „überdehnen“ und verletzen, wenn wir flexibel bleiben wollen. Wir brauchen ein Gefühl für unsere eigenen Grenzen.

Viele Menschen meinen, dass gerade Stress, Zeitdruck und der „Tunnelblick“ ihre Leistungsfähigkeit verbessern. Wie passt das zur Achtsamkeit?

Kurzfristig gesehen ist das ja gar nicht so falsch. Die Stressreaktion des Körpers sorgt zunächst für erhöhte Konzentration, mehr Energie und Fokus. Doch ohne Erholung ist das auf lange Sicht alles andere als leistungsförderlich. Ein weiterer Punt kommt hinzu: In Stresssituationen erleben wir oft den Tunnelblick.

Also die Beschränkung der Wahrnehmung. Evolutionär mag sie in Stresssituationen sinnvoll sein, aber im Arbeitsleben behindert uns der Tunnelblick meistens.

Richtig. Durch Entschleunigung und Achtsamkeit können wir diesem entgegenwirken. Wir behalten einen klaren Kopf – mit Weitblick und geschärfter Wahrnehmung. Viele Menschen beschreiben Achtsamkeit als ein Erleben von „Weite“. Diese Weite kann es uns ermöglichen, Handlungsalternativen früher wahrzunehmen und bewusster zu verfolgen.

Wir werden also freier im Umgang mit unseren Arbeitsaufgaben und Herausforderungen?

Genau! Entschleunigung und Achtsamkeit machen uns flexibler und belastbarer. Das kann auch das Verhältnis zu Kollegen oder Kunden verbessern. Denn dank dieser Weite können wir andere Sichtweisen besser verstehen. Wir pflegen weniger Vorurteile und handeln empathischer. All dies ist übrigens auch wissenschaftlich gesichert.

Was bedeutet es, Achtsamkeit zu lernen?

Wir lernen, konsequent eine bestimmte Art von Aufmerksamkeit zu kultivieren. Es geht um ein nicht identifiziertes, beobachtendes Gewahrsein dessen, was im Hier und Jetzt geschieht und wie man darauf reagiert.

Kann man diese Form der Achtsamkeit überhaupt im Arbeitsalltag integrieren?

Darin liegt aus meiner Sicht die Herausforderung. Wie verankern wir Achtsamkeit im Alltag? Wie machen wir diese Art von Aufmerksamkeit zur Routine? Das braucht Zeit – und zwar regelmäßig, etwa für Achtsamkeitsübungen wie Meditation. Da denken viele: „Mein Tag ist doch jetzt schon zu voll, das schaffe ich nie!“ Solche Gedanken werden schnell zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung. Sicher wird eine Priorisierung nötig sein, aber diese lohnt sich, davon bin ich überzeugt.

 

Herzlichst
Ihr Team von Neuland Development & Training


 

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