Der Newsletter | Juni 2020

Reflexion statt Reflex


Gesundheit padoc web2

 

Seien wir ehrlich. Veränderungen sind eine Zumutung und Krisen noch viel mehr. Sie bedrohen vieles, was uns lieb und teuer geworden ist. Rituale, Gewohnheiten, Abläufe und Routinen. Manche behaupten, dass Krisen auch immer Chancen seien. Auf jeden Fall lässt sich festhalten, dass die Unterbrechung von gewohnten Routinen und Abläufen die Chance bietet, diese bewusst neu zu gestalten und automatisierte Handlungsmuster zu verlassen.

Das klingt trivial, verlangt aber von uns, dass wir die dadurch entstehende Unsicherheit eine Zeit lang aushalten und der Verlockung widerstehen, in reflexhafte Reaktionen zu verfallen. Dass dies nicht leicht ist, lässt sich neurobiologisch damit erklären, dass in solchen Situationen archaische Reaktionsmuster zur Gefahrenabwehr greifen, denn eine unsichere, sich verändernde Umgebung bedeutet Gefahr.

Typische reflexhafte Verhaltensweisen sind z.B. das Bagatellisieren oder die Behauptung, dass alles viel zu hoch gekocht würde und wir nur abwarten müssten, das Ganze gehe schon vorbei. Verschwörungsanhänger – selbst in höchsten Staatsämtern – machen „Weltbösewichte“ verantwortlich für die Pandemie.

Das Gegenteil wäre das Dramatisieren und das Schüren von Ängsten. Beide Verhaltensweisen hindern Menschen daran, die Situation mit einem gesunden inneren Abstand zu betrachten und in einen Reflexions- und Lernprozess einzusteigen.
Das aber ist nötig, um die Zukunft aktiv mitzugestalten, denn die Welt hat sich definitiv verändert und sie wird sich weiter verändern.

Manche sprechen von einem „New Normal“ nach der Krise, weil die Welt nicht mehr die gleiche sein wird wie zuvor. Wir halten es für unsere Aufgabe, dieses „New Normal“ mit zu gestalten, vielleicht sogar dafür zu sorgen, dass es zu einem „Better Normal“ wird. Doch wie fördern wir auf der individuellen und auf der Teamebene die Bereitschaft und die Kompetenz, bewusst Verantwortung zu übernehmen und einen aktiven Gestaltungsmodus zu präferieren?
 
Es braucht eine Auseinandersetzung und bewusste Reflexion mit unserem persönlichen Erleben in der Krise. Welche Veränderungen haben positive oder negative Einflüsse auf unsere Lebensqualität? Was funktioniert erstaunlich gut und was fällt uns – individuell oder im Team – besonders schwer? Was ist auf einmal möglich, das wir vor der Krise für unmöglich gehalten haben? Die Krise stellt nicht nur unsere bisherigen Erfolgsrezepte in Frage, sie bringt auch unsere Grundannahmen über die Welt und Kollegen auf den Prüfstand. Hätten Sie geglaubt, dass Home Office so unmittelbar und in diesem Umfang in Ihrem Unternehmen möglich ist? Wenn unsere alten Glaubenssätze zum Teil widerlegt und zum Teil bestätigt wurden, welche Schlussfolgerungen ziehen wir daraus und welche Möglichkeiten eröffnen sich hier?

Es braucht einen strukturierten Prozess des sich Auseinandersetzens. Individuell oder im Team. Dies geschieht am besten anhand eines moderierten Prozesses, den Sie z.B. als Führungskraft individuell, mit Kollegen oder mit Ihren Teammitgliedern durchführen können. Einen Leitfaden auf Basis von bereits erfolgreich durchgeführten Prozessen haben wir Ihnen in Form eines Whitepapers zusammengestellt. Wir wünschen Ihnen gute Erkenntnisse und viel Erfolg beim Ausprobieren.

 

Herzlichst
Ihr Team von Neuland Development & Training


 

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