Design Thinking – The Designers‘ Way to Innovate

„Dynamische Herausforderungen brauchen dynamische Lösungen. Unternehmen sind auf der Suche nach diesen Innovationen und den Prozessen, in denen diese Lösungen entwickelt werden können. Allzu oft gehen diese Anstrengungen ins Leere und die entwickelten Ideen sind im Unternehmen nicht anschlussfähig“, so der strategische Berater und Design-Professor Kai Beiderwellen.

Er beschreibt, warum dies bei der Anwendung von Design Thinking mit Neuland Development & Training anders ist und wie das kreative Potenzial in den Unternehmen zu unerwarteten und tragfähigen Innovationen geführt werden kann.


Professor Dipl. Des. Kai Beiderwellen
Assoziierter Trainer, Berater, Moderator

Professor Dipl. Des. Kai Beiderwellen ist Studiendekan und Professor für Kommunikationsdesign an der Hochschule Mannheim und Program Manager „Design Future Society“ an der University of Leeds. Er leitet das Institut für Marke und Design (Mannheim), das Institut für interaktive Medien (Hochschule Mannheim) und ist Inhaber der Design- und Beratungsagentur Designprocessing.

Seit 2012 arbeitet er als assoziierter Trainer, Berater und Moderator bei Neuland Development & Training.


Herr Beiderwellen, was genau ist Design Thinking?

Ohne auf die Historie eingehen zu wollen, kann man Design Thinking als einen kleinen aber hocheffizienten Designprozess beschreiben, bei dem Gruppen co-kreativ schnell zu unerwartbaren Ergebnissen kommen und diese Ergebnisse testen und zu Prototypen entwickeln können.

Design Thinking ist eine agile Innovationsmethode, die, wie alle Designprozesse, auf Basis von iterativen Prozessen nutzerorientierte Ergebnisse zur Lösung von komplexen Problemen liefert.

Design Thinking basiert auf der Annahme, dass Probleme besser gelöst werden können, wenn Menschen unterschiedlicher Disziplinen in einem die Kreativität fördernden Umfeld zusammenarbeiten, gemeinsam eine Fragestellung entwickeln, die Bedürfnisse und Motivationen von Menschen berücksichtigen und dann Konzepte entwickeln, die mehrfach geprüft werden.

Das Verfahren orientiert sich an der Arbeit von Designern, die als eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Zielgruppenanalysen, Standpunkt-Definition, Synthesenbildung, Ideenfindung, Prototypentwicklung und Testen verstanden wird.

Das Erkennen des Zwecks einer Innovation, die Klärung des Auftrages und die damit verbundene Anschlussfähigkeit der Ergebnisse zeichnen den Erfolg der Neuland-Design-Thinking-Methode aus. Sie eignet sich in der Praxis als strukturierende Methode für komplexe Innovations- und Entwicklungsprozesse, die zur erheblichen Reduktion von Projekt- und Entwicklungsrisiken beiträgt.

Die Neuland-Design-Thinking-Methode ist ein geeignetes Instrument, um divergierendes Denken und Mehrdeutigkeit in einem Projekt entstehen zu lassen und diese zielführend einzusetzen.

Das Kennenlernen dieser Methode basiert in unseren Seminaren vor allem auf der praktischen Übung und dem persönlichen Ausprobieren der Methode an eigenen Beispielen aus Ihrer Praxis.

Die Teilnehmer werden an den Umgang mit divergenten Standpunkten herangeführt und üben in rekursiven Schleifen zu denken, in denen das Fehlermachen ein integraler Bestandteil des Prozesses ist.

Welche Schwachstellen sehen Sie bei herkömmlichen Innovationsprozessen?

Die meisten, vor allem der größeren Unternehmen, haben heute Innovationszentren und arbeiten dort gezielt an Lösungen, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begegnen zu können. Das ist gut. Das Problem ist aber, dass viele Lösungen nicht den Weg in die Prozesse der Unternehmen finden. Laut einer Studie der DIHK ist der Umsetzungsgrad kleiner als ein Prozent.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Neben der mangelnden Bedarfs- und Auftragsklärung ist wohl der falsch verstandene Charakter von Designprozessen einer der Hauptursachen dafür. Die meisten Menschen sind es gewohnt, in linearen Prozessen zu denken und ihr Umfeld zu strukturieren. Das ist für die allermeisten Vorgänge auch durchaus zielführend.

Dynamische Herausforderungen brauchen aber dynamische Lösungen. Diese dynamischen Lösungen können sehr erfolgreich mit Designprozessen gefunden werden. Diese Prozesse folgen aber einer anderen Logik: Ihre Logik ist rekursiv und polykontextural.

Das heißt, es wird in iterativen Schleifen gedacht und gearbeitet und es wird sich um eine Vielzahl von unterschiedlichen Perspektiven bemüht.

Die wichtigste Perspektive ist hier, wie in allen Designprozessen, die Perspektive der Zielgruppe. Dies alles ist für die meisten Menschen ungewohnt und anstrengend. Die Verlockung, in alte Denkmuster zu verfallen, ist groß.

Und bei einem Design-Thinking-Prozess ist das anders?

Ja, zumindest in der Art, wie wir das bei Neuland Development & Training praktizieren. Klar, ist das auch bei uns neu und ungewohnt, aber wir vermitteln und nutzen einen großen Methodenkoffer, damit der Prozess gelingt und es zu überraschenden Lösungen kommt, die auch anschlussfähig sind.

Welchen Vorteil bedeutet das ganz konkret?

Man bekommt sehr schnell, effektiv und kostengünstig anschlussfähige Lösungen. Wir legen bei Neuland Development & Training großen Wert auf die Anschlussfähigkeit von Ergebnissen, also darauf, dass aus den Ideen Prototypen ohne große Entwicklungszeiten werden können, die es dann auch schaffen, in den Unternehmen Wirkungen zu entfalten.

Das funktioniert bei vielen anderen Innovationsmethoden oder -prozessen oft nicht. Wir wollen, dass unsere TeilnehmerInnen etwas mitnehmen und in ihrem Unternehmen oder ihrer Organisation direkt anwenden können.

Daher üben wir anhand von Praxisfällen der TeilnehmerInnen: Das führt dann auch zu sehr überraschenden Findungsprozessen.

In einem Seminar ging es zum Beispiel um die Frage einer HR-Managerin, die Probleme mit dem Boarding ihrer neuen Mitarbeiter hatte. In der Gruppe waren ein paar Ingenieure, die das Problem mit ihrem Arbeitsfeld verglichen und ganz neue Perspektiven anbieten konnten.

In solchen Situationen zeigen sich einige Grundvoraussetzungen kreativer Prozesse: Da ist zum einen die heterogene Gruppe und der entspannte, richtige Rahmen, das Setting, das einen solchen angstfreien Austausch ermöglicht.

Die TeilnehmerInnen sind dann immer ganz erstaunt:

„Wie haben wir das nur geschafft? Wir haben doch schon jahrelang darüber nachgedacht und gegrübelt. Und jetzt haben wir in zehn Minuten dieses tolle Ergebnis erzielt.“

Jetzt haben wir ja die Corona-Situation: Funktioniert Design Thinking auch virtuell?

Ja, das geht. Die digitale Distanz hat zwar einige Nachteile, aber auch Vorteile. Nachteile sind zum Beispiel, dass mit der Körperlichkeit auch ein großer Teil der Dynamik wegfällt. Bewegung ist eine elementare Vorraussetzung des dynamischen Denkens.

Auch soziale Interaktionen wie Vertrauensbildung werden dadurch etwas schwieriger. Konzentriertes Arbeiten hingegen funktioniert digital sogar besser. So gut, dass ich meinen Unterricht an der Hochschule Mannheim nach Corona sogar in Teilen digital lassen möchte.

Meine StudentInnen können sich zum Beispiel länger konzentrieren und zuhören, weil die Ablenkung nicht so groß ist, wenn jeder vor seinem eigenen Bildschirm sitzt.

Außerdem fällt auch eine andere Seite sozialer Interaktion größtenteils weg: die soziale Kontrolle und der soziale Druck.

Was macht Dir am meisten Freude in Deinen Workshops?

So richtig Spaß macht es mir, wenn ich sehe, dass die Leute etwas für sich persönlich mitnehmen. Also nicht nur die schon oben erwähnten Lösungen, mit denen sie weiterarbeiten können.

Auch etwas für ihre eigene, persönliche Entwicklung. Man merkt das immer sehr deutlich, wenn es bei jemandem „klick“ gemacht hat und sich auch im eigenen Denken und der Toleranz gegenüber Neuem etwas bewegt hat.


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